Der Aderlassmann entstand auf der Grundlage eines der wichtigsten medizinischen Modelle des Mittelalters:
Man geht davon aus, dass es im Körper vier Säfte gäbe, nämlich Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle. Wenn nun das Verhältnis der Säfte nicht gleichmäßig sei, entstünden Krankheiten. Diese könne man nun heilen, wenn man den überschüssigen Saft abzapfe. Bei zuviel Blut macht man also einen Aderlass.
Das Ganze wird noch in Bezug zum Charakter, Alter, und schmerzenden Körperteil des Kranken gesetzt und zum Universum und den Jahreszeiten. Deswegen ist der Aderlassmann in Rot mit Sternzeichen beschriftet und in Schwarz mit den Hinweisen für die richtige Aderlassstelle.