Sebastian Münster: Hohe Schul zu Heidelberg
 
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Auf der Zeichnung der „Hohen Schul zu Heidelberg“ von Sebastian Münster fällt besonders auf, was man beim aufmerksamen Gang durch das Museum immer wieder sieht: Universitätsangehörige tragen lange Gewänder, so genannte Talare. Ursprünglich ergab sich das einfach daraus, dass fast alle Dozenten und Studenten Geistliche waren.

Aus dieser Tradition heraus werden die Talare zur Gelehrtenkleidung. Das hat auch praktische Vorzüge, denn der lange Talar und die Mütze mit den Ohrenklappen schützen vor Erkältungen in den schlecht beheizten Universitätsräumen.

Die Vorschriften zur Kleidung von Studenten und Professoren wechseln. Einmal heißt es, man solle anständige Bürgerkleidung tragen, die 

„was ober den knühen ist, bedecken und einem ehrbaren und züchtigen menschen wohl anstehen“.

Dann führt der besonders sparsame Kurfürst Carl Ludwig für die Professoren wieder „lange schwarze Röck“ ein und spendiert sogar alle sieben Jahre einen neuen.

Letzten Endes geht es immer darum, dass man kein Geld verschwenden, und die Würde der Universität nicht durch alberne modische Kleidung gefährden soll.