Um 1800 beginnen viele Dichter und Denker, der Aufklärung vorzuwerfen, sie habe durch ihr Bemühen, alles streng wissenschaftlich-rational zu erklären, die Welt entzaubert und die Wahrnehmung verflacht.
Gleichzeitig wünscht man sich angesichts der vielen, zum Teil maroden deutschen Kleinstaaten das vermeintlich starke, blühende Kaiserreich des Mittelalters zurück.
Heidelberg, mit seiner wunderschönen landschaftlichen Lage und seiner efeu-überwucherten Ruine wird damals zum Zentrum dieser neuen Geisteshaltung: zum Zentrum der Romantik.
Achim von Armin und Clemens Brentano begeistern Professoren, Studenten und ganze Bürgerfamilien dafür, Volkslieder zu sammeln. Sie werden unter dem Titel „Wunderhorn“ veröffentlicht.