Zwei Studentenpfeifen
 
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Mit der Gründung der Universität entwickelt sich für die Einwohner der Stadt Heidelberg eine Zwickmühlensituation, die in gewisser Weise bis heute anhält. Die Studenten sind jung, aber nicht alle brav und fleißig. Immer wieder kommt es zu Diebstählen, Kränkungen von Bürgern in Wort und Tat, nächtlichen Straßenaufzügen mit und ohne Maske, nächtlichem Hetzen von Schweinen und Wegfangen von Tauben, Raufereien aller Art und sogar zu Frauenraub.

Im 19. Jahrhundert werden Duelle und das Rauchen beim Passieren der Wachsoldaten verboten. Für viele Studenten ist es deswegen eine Prestigesache, mit möglichst auffälligen Säbeln und Pfeifen zu provozieren. 1804 kommt es zu so heftigen Auseinandersetzungen mit der kurfürstlich-badischen Wache, dass die Studenten nach Neuenheim hinausziehen.

Mit solch einem „Auszug der Studenten aus der Stadt“ rufen studentische Gruppen bei Streitigkeiten mit der Bürgerschaft gerne ihr ökonomisches Gewicht ins Gedächtnis. Die Bürger werden tatsächlich jedes Mal nervös, denn die Studenten bringen ziemlich viel Geld in die Stadt.

Gerade Heidelberg war immer eine Hochschule für die etwas besser gestellten Studenten.