Frauen waren an der Universität grundsätzlich nicht vorgesehen, Ausnahmen finden sich nur sehr vereinzelt. Gegen Ende des
19. Jahrhunderts versuchen Frauenverbände auf vielfältige Weise, eine Änderung dieses Zustands zu erreichen. Um das Jahr 1900 endlich werden im Großherzogtum Baden Frauen „versuchs- und probeweise“ zum Studium zugelassen. In der medizinischen Fakultät gibt es nun drei Studentinnen, bei den Philologen eine.
Im Sommersemester 1925 lag Heidelberg mit 13 Prozent Studentinnen weit über dem Reichsdurchschnitt von acht Prozent.
Die Nationalsozialisten versuchen Frauen wieder auf die Mutterrolle zu reduzieren; durch den Männermangel schon während des Krieges werden jedoch viele Frauen an der Universität aufgenommen.