Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kommt für die Heidelberger Universität nicht unvorbereitet. Besonders unter den Studierenden hatte die nationalsozialistische Propaganda seit langem Anhänger gefunden.
Viele Professoren, nicht zuletzt Karl Jaspers, unterschätzen die dramatischen Folgen. Direkter Widerspruch regt sich kaum, als ab 1933 zahlreiche jüdische oder irgendwie sonst unerwünschte Wissenschaftler entlassen oder zwangspensioniert werden.
Wer sich der herrschenden Ideologie nicht anschließen will, wie Alfred Weber, beantragt die Enthebung von seinen Amtspflichten oder versucht, „Nur-Wissenschaftler“ zu sein und die politische Lage zu ignorieren.
Allein die Medizinische und die Naturwissenschaftlich-mathematische Fakultät legen Protest ein gegen die neue Universitätsstruktur mit dem Führerprinzip.