Für die Studenten wird 1945 das „Collegium Academicum“ gegründet: nach dem Vorbild der englischen Colleges. Im ehemaligen Jesuitenkolleg in der Seminarstraße leben und arbeiten nun bis zu 185 männliche Studenten und üben Selbstverwaltung und Demokratie.
Sie organisieren Vortragsreihen mit Diskussionen, Fahrten in den Ostblock und betreiben eines der besten Studententheater der Bundesrepublik.
Ab 1968 beteiligen sich Bewohner und Gäste des nun kurz CA genannten Hauses zunehmend an studentischen Protestaktionen.
1971 erklärt die Aufnahmekommission, nur „Sozialisten im weitesten Sinne“ zuzulassen. Mit dem Nachlassen der Protestbewegungen bleibt das CA ein „linkes Reservat“.
1975 beschließt der Senat, das CA aufzulösen. Gegen heftigen Widerstand räumt schließlich im Morgengrauen des 6. März 1978 eine Hundertschaft der Polizei das Gebäude. Nach seiner Renovierung zieht hier die Zentrale Universitätsverwaltung ein.