Der Karzer als Denkmal
 
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Schon in Betriebszeiten war der Heidelberger Karzer ein einzigartiges Denkmal akademischer Sondergerichtsbarkeit und zog Touristen an. Einige – besonders die Damen - waren von den Insassen so beeindruckt, dass sie ihnen aus den besten Gasthäusern „feste und flüssige Nahrung“ liefern ließen.

Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain notiert 1878:

„Es ist fraglich, ob die Weltgeschichte des Verbrechens einen seltsameren Brauch aufzuweisen hat als diesen“.

Was die Ausgestaltung der Decken und Wände betrifft, schreibt einer der Inhaftierten:

„Die künstlerischen Produkte werden dem Schutze des Publikums empfohlen.“

Daran hält sich die Universitätsleitung schon bei der umfassenden Renovierung 1886. Bis heute bemüht man sich um die Erhaltung der zum Teil empfindlichen Putzschichten, um diese ganz besondere Art von Gefängnis für kommende Generationen als Denkmal zu bewahren.