Geschichte des Museums
 
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Bereits 1965 hat sich der Heimatverein Markt Erlbach mit der Planung eines Fachmuseums für regionale Handwerksgeschichte und Landwirtschaft beschäftigt. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch eine Nutzung des einsturzgefährdeten ehemaligen Dekanatsgebäudes in Markt Erlbach gesucht. Das Erdgeschoss des Baudenkmals ist 1443 entstanden, das Obergeschoss wurde 1699 mit Fachwerk aufgestockt. Ein freitragender Dachstuhl aus dem 17. Jahrhundert beschließt das Gebäude.

Nach der Anmietung des Hauses durch den Heimatverein Markt Erlbach konnten 1971 die ersten Ausbauarbeiten vorgenommen werden. 1978 wurde dann das „Rangau-Handwerkermuseum“ eröffnet. Auf fünf Ebenen waren Werkzeuge und Arbeitstechniken vieler alter Handwerksberufe zu sehen, die durch die Industrialisierung und Umrüstung auf moderne Maschinenanlagen zurückgedrängt wurden.

Im Laufe der darauffolgenden 25 Jahre waren immer wieder Renovierungsarbeiten notwendig. 1999 konnte der Heimatverein das Baudenkmal schließlich von der evangelischen Kirche erwerben. Er wurde somit alleiniger Träger der Sammlung und Besitzer des Hauses.

Im Jahr 2000 musste das Fachwerk an der Nordseite des Gebäudes komplett erneuert werden. 2004 wurden die Ostfassade und die Mauer zum Kirchplatz renoviert. Das gesamte, vom Holzwurm stark geschädigte Gebäude wurde 2009 eingehaust und begast. Da keine Baupläne für das Denkmal vorhanden waren, war der Heimatverein gezwungen ein Gebäudeaufmaß in Auftrag zu geben. Dies schlug mit 12.000 Euro zu Buche.

Die Gesamtrenovierung und das erforderliche Brandschutz- und Museumskonzept verursachten erhebliche Kosten. Neben unserem Eigenanteil konnten diese nur mit Hilfe von Fördermitteln der Städtebauförderung, der Denkmalpflege sowie der Marktgemeinde  und der Landesstelle für Nichtstaatliche Museen gedeckt werden.

Nach 10 Jahren umfassender Planungs- und Renovierungsarbeiten war es dann soweit: Das Museum konnte im Juli 2019 unter dem neuen Namen „Museum Markt Erlbach – Geschichte und Handwerk“ wieder eröffnet werden.