Raum 5 – Der Schreiner
 
Impressum
 
1 
2 
3 
 
4 
5 
6 
 
7 
8 
9 
 
0 
 
 
Deutsch English français
×
Deutsch English français

Der Beruf des Schreiners entwickelte sich im späten Mittelalter aus dem Gewerk der hausbauenden Zimmerleute. Seine Entstehung erfolgte parallel zur Erfindung verschiedener Holzverbindungen, wie Nut und Feder, Zinken und Zapfen, Keil und Steg.

Zu den Werkzeugen des Schreiners gehören Beile, Beitel, Hobel, Messwerkzeuge, Stemmeisen und Sägen. Mit ihrer Hilfe fertigt er Türen, Tische, Stühle, Schränke, Truhen, Vitrinen, Betten, Theken, aber auch Fensterläden und in ländlichen Gegenden sogar die Särge. 

Ein Beispiel, mit welcher Präzision die Schreiner mit ihren Werkzeugen arbeiten konnten, zeigt der Hocker, dessen Einzelteile mit einer sogenannten Schwalbenschwanzverbindung mit Leim zusammengefügt wurden.

Mit dem Aufkommen industriell produzierter Möbel, Fenster und Türen nahm die Bedeutung des Schreiners als Möbelhersteller mehr und mehr ab. Im Hauptort Markt Erlbach betreibt heute ein Schreiner seine Werkstatt – pikanterweise in der ehemaligen Möbelfabrik Diebel. Auch im Ortsteil Eschenbach fallen in der Tischler- und Schreinerei „Eisen“ noch die Späne unter dem Hobel...